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Artikel: Flackern ist ein unsichtbarer Feind (für uns).

Flackern ist ein unsichtbarer Feind (für uns).

Flimmern: Was es ist und warum es relevant ist

Künstliches Licht ist ein integraler Bestandteil des modernen Lebens. Gleichzeitig richtet sich zunehmend wissenschaftliche Aufmerksamkeit auf einen weniger sichtbaren, aber belastenden Aspekt künstlichen Lichts: Flimmern. Flimmern tritt vor allem bei elektrischen Lichtquellen wie LED-Lampen auf und kann, selbst wenn es nicht bewusst wahrgenommen wird, das visuelle und neurologische System des Menschen beeinflussen.

Was ist Flimmern?

Flimmern bezeichnet schnelle, periodische Schwankungen der Lichtintensität im Zeitverlauf. Diese Schwankungen werden meist anhand der Frequenz (Hertz, Hz) und der Modulationstiefe (dem Maß, in dem das Licht zwischen minimaler und maximaler Intensität variiert) ausgedrückt. Kurz gesagt: Das Licht geht innerhalb einer Sekunde sehr oft an und aus.

Obwohl manche Formen des Flimmerns sichtbar sind (zum Beispiel bei defekten Lampen), tritt ein großer Teil bei Frequenzen oberhalb der bewussten Wahrnehmungsschwelle des menschlichen Auges auf. Dies wird als unsichtbares Flimmern bezeichnet. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass unsichtbares Flimmern dennoch vom visuellen System verarbeitet wird (Wilkins et al., 1989; IEEE, 2015).

Warum entsteht Flimmern?

Flimmern entsteht hauptsächlich durch die Art und Weise, wie elektrischer Strom in Licht umgewandelt wird. Bei vielen modernen Lichtquellen, insbesondere bei LED-Beleuchtung, ist ein elektronischer Treiber erforderlich, um Wechselstrom (AC) in Gleichstrom (DC) umzuwandeln.

Bei Treibern geringerer Qualität:

  • wird der Strom nicht vollständig stabilisiert;

  • folgt die Lichtleistung der Wechselstromfrequenz (meist 50 oder 60 Hz);

  • entstehen schnelle Schwankungen der Lichtintensität.

Dies führt zu Flimmern, häufig mit Frequenzen von 100–120 Hz oder höher (IEEE, 2015). Je größer die Modulationstiefe, desto höher ist die potenzielle Belastung für das visuelle System.

Warum kann Flimmern belastend sein?

Das menschliche visuelle System ist nicht passiv. Selbst wenn Flimmern nicht bewusst wahrgenommen wird, reagieren die Netzhaut und die Sehrinde auf zeitliche Veränderungen des Lichts (Roberts & Wilkins, 2013).

Wissenschaftliche Studien zeigen, dass Flimmern zu erhöhter neuronaler Aktivität und visueller Belastung führen kann, da das Gehirn die Instabilität des Lichteinfalls ständig ausgleichen muss (Wilkins et al., 2010). Dieser Effekt kann sich bei längerer Exposition verstärken, etwa beim Arbeiten oder Entspannen unter künstlichem Licht in den Abendstunden.

Wissenschaftlich berichtete Beschwerden

Untersuchungen haben Flimmern mit einer Reihe von Beschwerden in Verbindung gebracht, ohne dabei von einer Krankheit oder dauerhaften Schädigung zu sprechen. Die am konsistentesten berichteten Auswirkungen sind:

  • Kopfschmerzen und migräneähnliche Beschwerden
    Verschiedene Studien zeigen einen Zusammenhang zwischen Lichtflimmern und dem Auftreten oder der Verstärkung von Kopfschmerzen, insbesondere bei Personen, die empfindlich auf visuelle Reize reagieren (Wilkins et al., 1989; Noseda & Burstein, 2011).

  • Augenermüdung (Asthenopie)
    Flimmern kann durch eine erhöhte Beanspruchung des Akkommodations- und okulomotorischen Systems zur visuellen Ermüdung beitragen (Sheedy et al., 2003).

  • Konzentrationsprobleme und mentale Ermüdung
    Studien deuten darauf hin, dass instabiles Licht die kognitive Belastung erhöhen kann, was zu schnellerer mentaler Ermüdung und einer verminderten Aufgabenleistung führen kann (Veitch & McColl, 1995).

  • Erhöhte Empfindlichkeit bei neurologisch sensiblen Personengruppen
    Personen mit Migräne oder Photosensitivität reagieren nachweislich stärker auf zeitliche Lichtmodulation, selbst bei Frequenzen oberhalb der bewussten Wahrnehmung (Wilkins et al., 2010).

Wichtig ist, dass diese Auswirkungen kontextabhängig sind und je nach Person, Intensität, Frequenz und Dauer der Exposition variieren.

Flimmern am Abend

In den Abendstunden kann Flimmern besonders relevant sein. Das visuelle System befindet sich dann in einer Phase, in der sich der Körper auf Ruhe vorbereitet. Künstliches Licht mit sowohl blauem Licht als auch Flimmern kann daher als zusätzlich belastend empfunden werden – unabhängig von Farbe oder Intensität (Chang et al., 2015).

Selbst wenn blaues Licht visuell herausgefiltert wird (zum Beispiel mit einer Brille), bleibt das Flimmern bestehen, wenn die Lichtquelle selbst instabil ist. Dies erklärt, warum manche Menschen trotz visuellen Schutzes weiterhin Beschwerden unter dem (falschen) künstlichen Licht haben.

Rotes Licht und Flimmern

Rotes Licht wird häufig in Umgebungen am Abend eingesetzt, da es kein blaues Licht enthält und das zirkadiane System weniger beeinflusst. Allerdings können auch Rotlichtquellen flimmern, abhängig von der verwendeten Elektronik.

Bei den Alina-Rotlichtlampen kommen stabile, gleichstromgesteuerte Treiber zum Einsatz, die die Lichtleistung konstant halten. Dadurch ist die Lichtintensität kontinuierlich und frei von relevanten zeitlichen Schwankungen.

Die Rotlichtlampen von Alina wurden mit einem hochwertigen Treiber entwickelt, der den Strom stabilisiert und dadurch Flimmern im relevanten Frequenzbereich verhindert. Dies trägt zu einer ruhigeren Lichtumgebung am Abend bei, ohne die visuelle Belastung, die bei instabilen künstlichen Lichtquellen auftreten kann.

Fazit

Flimmern ist ein häufig unterschätzter Aspekt künstlichen Lichts, der auf elektrische und elektronische Eigenschaften von Lichtquellen zurückzuführen ist. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass selbst unsichtbares Flimmern das visuelle und neurologische System beeinflussen kann, mit möglichen Beschwerden wie Kopfschmerzen, Augenermüdung und mentaler Belastung.

Eine Verringerung des Flimmerns, insbesondere am Abend, kann zu einer ruhigeren visuellen Umgebung beitragen. Neben Farbe und Intensität ist daher die Stabilität des Lichts ein wichtiger, aber häufig übersehener Bestandteil einer verantwortungsvollen Lichtnutzung.

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